DIE-FLEDERMAUS
Langohrfledermaus.
Die erste tollwütige Fledermaus wurde 1954 in Hamburg entdeckt. Bis 1985 wurden in Europa nur sehr wenige infizierte Fledermäuse gefunden. Seitdem hat sich die Fledermaustollwut stark ausgebreitet. Zwei Drittel aller tollwütigen Fledermäuse wurden in Dänemark und Holland registriert. Ungefähr 20 Prozent der in Europa infizierten Tiere wurden in Deutschland erfasst. Die Fledermaustollwut - welche nicht mit dem Fuchs-Tollwut-Virus identisch ist - wird ausgelöst vom Europäischen Fledermausvirus (European Bat Lyssavirus, EBLV, Typ I u. II) und wurde 2003 insgesamt 13 mal in Deutschland festgestellt (Berlin 3, Bremen 1, Niedersachsen 3, Sachsen-Anhalt 1, Schleswig-Holstein 5). Bayern gilt bislang als frei von Fledermaustollwut. Allerdings sind die relativ geringen Untersuchungszahlen nicht sehr aussagekräftig.
In Europa gab es bis jetzt nur 4 Tollwuterkrankungen bei Menschen: 1977 in der Ukraine, 1985 in Finnland und Russland. Am 24. November 2002 verursacht ein Fledermausbiss den ersten Tollwutfall bei einem Menschen in Schottland seit 100 Jahren. Am häufigsten ist die Breitflügelfledermaus (Eptesicus serotinus) infiziert.
![]() | ![]() |
![]() | ![]() |
powered by Beepworld



